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Wenn Winterberg noch schläft: Bauhof-Teams seit Wochen im Winterdienst-Marathon

Winterberg.

Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sind seit Wochen pausenlos im Einsatz, um die Straßen in Winterberg von Schnee und Eis zu befreien. Täglich beginnt der Dienst bereits um 02.30 Uhr – und das nicht nur an Werktagen, sondern auch an Wochenenden und Feiertagen. Insgesamt sind die Teams für die Räumung von rund 145 Kilometern Gemeindestraßen zuständig. Bei der Schneeräumung arbeitet der Bauhof nach einem gesetzlich festgelegten Prioritätensystem.

„Zunächst werden die wichtigen und besonders gefährlichen Gemeindestraßen abgefahren – das ist in der Rechtssprechung so vorgegeben", erläutert Leiter der Sachgebiete Tiefbau/Bauhof Alexander Vonnahme. In Winterberg gehören dazu etwa die Bahnhofstraße, die Marktstraße oder die Hagenstraße. Im Anschluss folgen die Bereiche rund um Krankenhaus, Feuerwehr, Polizei und Altenheime. Danach sind Schulen, Kindergärten und die weiteren Straßen an der Reihe. Die Räumung der überörtlichen Bundes- und Landesstraßen liegt in der Zuständigkeit der Straßenmeisterei, die Kreisstraßen werden vom Hochsauerlandkreis betreut.

Frühe Räumung oft nicht mehr sichtbar

Bei starkem Schneefall erreichen die Stadtverwaltung immer wieder Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern, dass ihre Straße noch nicht geräumt worden sei. „Hier ist jedoch zu beachten, dass die Straßen teilweise sehr früh morgens gegen 4.00 Uhr bereits einmal geräumt sind, dies aber durch anhaltenden Schneefall um 8.00 Uhr nicht mehr unbedingt erkennbar ist", erklärt Alexander Vonnahme. Auch lasse es sich leider nicht immer vermeiden, dass bereits von Anwohnern geräumte Einfahrten durch den Räumdienst wieder zugeschoben werden. „Das machen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Winterdienstes, egal ob Stadt, Kreis oder Land, jedoch nicht absichtlich, sondern ist der Schneesituation geschuldet", so Vonnahme weiter.

Streusalz-Vorräte gesichert – regelmäßige Nachlieferungen eingeplant

Immer wieder kommt auch die Frage nach den Streusalz-Vorräten auf. Das städtische Salzlager ist derzeit mit rund 400 Tonnen Streusalz gefüllt. Kürzlich wurde erst eine weitere Lieferung angeliefert. „Das Salzlager ist baulich nicht dafür ausgelegt, den gesamten Bedarf für einen kompletten Winter auf einmal zu lagern. Daher ist es völlig normal und auch eingeplant, dass das Lager im Laufe der Wintersaison mehrfach nachgefüllt wird", erklärt Alexander Vonnahme.

Mit dem Lieferanten besteht ein Zweijahresvertrag, in dem die Stadt die für die jeweilige Wintersaison benötigte Salzmenge verbindlich angibt. Innerhalb dieser vereinbarten Menge bewege man sich stets, sodass die Belieferung aktuell sichergestellt sei.

Gehwege und Plätze gehören ebenfalls zum Aufgabenbereich

Neben den Gemeindestraßen ist der Bauhof auch für die Räumung der Gehwege vor städtischen Grundstücken, Gebäuden sowie Plätzen wie beispielsweise der Unteren Pforte zuständig.


„Ich möchte meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den von uns eingesetzten Unternehmern und allen Räumdiensten, auch den Kollegen von Land und Kreis, für ihren unermüdlichen Einsatz unter oft schwierigen Bedingungen ausdrücklich danken. Sie sorgen Tag für Tag, Nacht für Nacht dafür, dass Winterberg mobil bleibt und die Sicherheit auf unseren Straßen gewährleistet ist", betont Bürgermeister Michael Beckmann.