Winterberg.
Die Zukunft der Wärmeversorgung in Winterberg bewegt die Menschen: Rund 130 Bürgerinnen und Bürger folgten am 2. März der Einladung zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung, bei der das beauftragte Dienstleistungsunternehmen wärmelokal GmbH die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung für die Stadt Winterberg vorstellte. Das große Interesse zeigt, wie wichtig das Thema der Wärmeversorgung für die Winterberger ist.
Gesetzliche Vorgaben und klimapolitische Ziele im Fokus
Bei der Veranstaltung erhielten die Anwesenden zunächst eine Einführung in die Grundlagen und Ziele der kommunalen Wärmeplanung. Die Experten erläuterten die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die langfristigen Klimaziele, die den rechtlichen Rahmen für die Wärmeplanung bilden. Zudem wurde das methodische Vorgehen bei der Datenbeschaffung und die Bearbeitung verschiedener Szenarien und Potenziale transparent dargestellt.
Kernstadt und Siedlinghausen: Zwei Gebiete für mögliches Wärmenetz
Das zentrale Ergebnis der Untersuchung: In der Kernstadt sowie in Siedlinghausen wurden zwei Gebiete identifiziert, in denen eine zentrale Wärmeversorgung über ein Wärmenetz technisch und wirtschaftlich sinnvoll sein könnte. „Wir setzen bei der Wärmeplanung auf Transparenz und nehmen die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an mit", betonte Bürgermeister Michael Beckmann.
Machbarkeitsstudien als nächster Schritt – keine voreiligen Entscheidungen
Bevor konkrete Entscheidungen getroffen werden, sind nun vertiefende Machbarkeitsstudien erforderlich. Diese werden mögliche Wärmequellen prüfen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchführen und die technische Umsetzbarkeit analysieren. Besonders wichtig: Das Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner an einem potenziellen Anschluss wird ebenfalls erhoben. Erst nach Abschluss dieser Studien können weitere Entscheidungen zu den beiden identifizierten Gebieten getroffen werden. Die Stadt stellte dabei ausdrücklich klar: Es wird definitiv keinen Anschlusszwang geben, und die Analysen erfolgen ergebnis- und technologieoffen.
Individuelle Lösungen für andere Stadtteile
Für alle anderen Bereiche im Stadtgebiet ist nach aktuellem Stand kein Wärmenetz wirtschaftlich darstellbar. Eigentümerinnen und Eigentümer in diesen Gebieten müssen daher individuelle Lösungen für ihre zukünftige Wärmeversorgung entwickeln. Die Stadt Winterberg will hier unterstützend tätig werden und informiert weiterhin kontinuierlich über bestehende Förderprogramme und gesetzliche Anforderungen.
Transparenz und Dialog im weiteren Prozess
„Wir werden die Bürgerinnen und Bürger auch im weiteren Verlauf des Prozesses transparent informieren und den Dialog suchen", versicherte Bürgermeister Beckmann. Die Stadt setzt auf eine offene Kommunikation und wird auch künftig regelmäßig über den Fortgang der Wärmeplanung berichten.



