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Grußwort vom Vorsitzenden beim Seniorennachmittag der Stadt Winterberg

Liebe Seniorinnen und Senioren, sehr geehrte Damen und Herren,

auch ich möchte Sie beim Seniorennachmittag der Stadt herzlich begrüßen und ich wünsche Ihnen schöne gemütliche Stunden.
Gerade in diesen turbulenten Zeiten, die oft mehr Düsteres als Frohes bieten, in Zeiten wo sich Angst und Unsicherheit breit macht, möchte man Augenblicke der Entspannung und der Freude genießen. Das heutige Unterhaltungsprogramm wird sicherlich dazu beitragen und in den Pausen ist dann auch die Zeit für die wichtigen Gespräche miteinander. Bei den Organisatoren bedanke auch ich mich für die umfangreichen Vorbereitungen und bei allen Mitwirkenden am heutigen Nachmittag.


Sehr geehrte Damen und Herren,

Unser Dachverband – die Landesseniorenvertretung NRW – feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung in Soest gratulierte auch der NRW-Arbeits-, Gesundheits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann zum 40-jährigen Bestehen. In einem Grußwort blickte der Minister nochmals auf den demografischen Wandel: Ende 1986 lebten in NRW ca. 17 Millionen Menschen, davon waren ca. 3,5 Millionen 60 Jahre und älter, was einen Anteil von etwa 20 Prozent an der Gesamtbevölkerung entsprach. 40 Jahre später, Ende 2024, lebten rund 18 Millionen Menschen in NRW, von denen ca. 5,4 Millionen
Menschen. 60 Jahre alt waren, ein Anteil von rund 30 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Zahlen, die zeigen, wie rasant die Alterung unserer Gesellschaft in den letzten vier Jahrzehnten fortgeschritten ist. Die Zahlen zeigen aber auch, ältere Menschen leben länger und die Gruppe der Hochaltrigen (80+) wächst am stärksten. Von Rabea Kappen – der Pressesprecherin der Stadt –  habe ich diese Zahlen bekommen: In der Stadt leben 2.440 Personen zwischen 65 bis 80 Jahre, davon sind 1.014 Mitbürger über 80 Jahre.Mit dieser Entwicklung sind viele Herausforderungen verbunden, auf die sich die Politik in der Kommune, im Land und im Bund einstellen muss: In der Rente, Pflege und im Gesundheitswesen. Fazit: Die demografische Schieflage kommt keineswegs überraschend.

Sehr geehrte Damen und Herren, es sind jetzt unpopuläre Einschnitte unabdingbar und es muss gehandelt werden. Der gut organisierte Widerstand von Sozialverbänden, Gewerkschaften und anderen Lobbygruppen ist da nicht hilfreich. Es müssen auch von diesen Organisationen Lösungen angeboten werden. Denn die rasante Alterung der Bevölkerung trifft die Sozialkassen in den nächsten Jahren mit voller Wucht: Immer weniger Junge müssen die Leistungen für eine rasch wachsende Rentnerschaft finanzieren. Darum: Die Belastungen für die jüngere Generation müssen in erträglichen Grenzen gehalten werden – das gebietet nur die Fairness. Wenn es der Politik auf allen Ebenen nicht gelingt, eine Perspektive für morgen aufzubauen, werden die Populisten immer stärker werden. Wir brauchen tiefgreifende Reformen, aber auch den MUT dazu!

Liebe Seniorinnen und Senioren,

die großen „Stellschrauben“ in unserem Staat können wir in unserer Stadt nicht bewegen, aber wir können durch das Ehrenamt das Gemeinwohl stärken. Viele haupt- und ehrenamtliche Personen – Dienstleister und Gemeinschaften in der Stadt - begleiten und unterstützen alte Menschen. Das diesjährige Motto der Caritas „Füreinander“ wird in vielen Lebensbereichen erfahrbar! Dafür an dieser Stelle ein herzliches „Dankeschön“ an alle Mitwirkenden in den Verbänden und Gemeinschaften.  Der Seniorenbeirat der Stadt organisiert ergänzende Angebote durch bestimmte Themenveranstaltungen und Aktionen. Wir möchten zeigen, wir gehören zu Winterberg und wir haben noch Lust, etwas zu bewegen und zu gestalten nach dem Motto: „Mit älteren und für ältere Menschen – für mehr Teilhabe.“
So steht es auch auf dem Handzettel, den wir verteilt haben. Darum möchte ich Sie alle bitten, nicht nur Zuhörer und Zuschauer zu sein, sondern auch im Rahmen Ihrer Möglichkeiten zu „Mitmachern“ zu werden. Ich möchte Sie ermuntern und bitten, auch an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen in der Stadt mitzuwirken. Stichwort: Mobilitätskonzept! Interessierte Personen können sich jederzeit einbringen durch die Mitarbeit in den Arbeitskreisen. Es sind immer neue Ideen und Anregungen willkommen. Im nächsten Jahr sind Neuwahlen und wir suchen für unser 7-köpfiges Gremium
neue Kandidaten. Bitte melden Sie sich und machen Sie mit! 

Mit besten Grüßen und eine schöne Sommerzeit wünscht
Ihnen Walter Hoffmann